Vegan – neue Synonyme.

24Nov09

Sie geben es ja selbst zu, z.B. hier:

Fakefresser. Dieses neue Wort gefällt mir, trifft es doch den Kern. Vermeidungsfresser, bisher von mir gern benutzt, klingt nicht so schön.

Dank an Freund „ente“ für seinen sprudelnden Quell der kulinarischen Gruselerheiterung.

 



15 Responses to “Vegan – neue Synonyme.”

  1. fakefresser ist klasse! Aber mir hat „Vermeidungsfresser“ auch gefallen.

  2. who cares about fake or not – hauptsache es schmeckt😛

  3. 4 fressack

    Dank, lieber Achim Stößer für die Links.
    Die vegane Fakewurst errinnert mich – wie treffend – doch an Zonen-Gabis erste Banane nach der Maueröffnung.

    Bei den Tierrechtsbildern packt mich auch der Ekel. Denn ich esse gerne Fleisch von Tieren, die unter anderen Bedingungen aufgewachsen und geschlachtet sind. Leider habe ich momentan keine Zeit, mir entsprechend schöne Bilder herauszusuchen. Bilder von leckerem Essen gibt es demnächst wieder hier.

    Und zuletzt – für mich das Wichtigste:

    ich wünsche guten Appetit beim „Genuss“ von Spaghetti in „dunkler Sauce“ (warum soll die eigentlich dunkel sein, was soll denn da vorgetäuscht oder gar ersetzt werden?), einer Sauce, die aus einer Mehlschwitze mit Gemüsebrühe und Tomatenmark besteht.

    Herzlichen Glückwunsch zum kulinarisch erfüllten Leben.

  4. Tja, da könne man (unendlich) lang suchen: Tiere „die unter anderen [gemeint wohl: besseren] Bedingungen aufgewachsen und geschlachtet sind“ also die in den Alltagsbildern auf http://arpix.de etc. dargestellten gibt es natürlich nicht (oder höchstens in lila auf der Milkaschokolade). Schließlich sind jede Menge „Vorzeigebetriebe“, „Biohaltung“ etc. dabei.

    Was durch die „dunkle Sauce“ vorgetäuscht werden soll ist natürlich Blut. Denn welcher Veganer lechzt nicht heimlich nach Blut? Oh, nein, Sorry, das Fakeblut war ja Tomatensauce, wobei die Spaghetti Würmer ersetzen sollen … http://www.veganismus.de/vegan/faq-ernaehrung.html#imitate

    Tja, dann weiß ich auch nicht. Braune Sauce. Hm., Nazis vielleicht? Wegen der strukturellen Identität von Speziesismus (http://antispeziesismus.de) und Faschismus/Rassismus? Keine Ahnung.

    • 7 fressack

      Jetzt wird es albern.

      Und bitte nicht meinen Blog zum Missionieren benutzen.
      Das ist meine Sache.

      • *Jetzt* wird es albern? Was könnte alberner sein als die dümmlichen Versuche, Veganismus zu diskreditieren, die hier ein typischer Leichenfresser erbricht?

        Daß er sich dabei blamiert ist nicht meine Schuld, er hätte sich ja informieren können – z.B. im oben genannten FAQ.

        „Missionieren“? Mal wieder ein Fall von Ichmußwörterumdefinierendamitessoaussiehtalshätteicheinargument … »missionieren: eine religiöse Lehre (besonders das Christentum) verbreiten« (BI-Wörterbuch) http://achim-stoesser.de/atheismus/faq.html#FrageMissionieren

        Nun ist Veganismus ja keine Religion (»Glaube an und Auseinandersetzung mit einer übernatürlichen Macht und deren kultische Verehrung; Gottesglaube; Gottesverehrung« (Wahrig), a.a.O). Im Gegenteil: Veganismus ist eine Frage der Ethik, während die Tierausbeutungsapolotenen mehr als oft quasireligiösem Wahn (etwa dem Glauben an irgendwelche „magischen“ Inhaltsstoffe von Leichen, ohne die Menschen nicht leben könnten), weshalb Veganismus unmöglich und morden unumgänglich sei) frönen.

        *Fakten* nennen und über Tatsachen aufklären ist nuneinmal gerade das Gegenteil von „missionieren“ (allgemein: Lügenpropaganda verbreiten, vgl. http://antitheismus.de ). Womit des Freßsacks Freudsche Fehlleistung offenbar wird, seine Aussage: „Missionieren […] ist meine Sache.“.

  5. 9 fressack

    Lieber Achim Stoeßer, durch Deine Formulierung „..die hier ein typischer Leichenfresser erbricht“ hast Du Dich leider selbst ins Aus geschossen.
    Als guter Demokrat war ich gewillt, den missionierenden, belehrenden und geschickt als sachlich verbrämten reliögisen Stil Deiner Beiträge zu dulden.
    Das zeigte sich schon an der Tatsache, dass ich sie überhaupt freigeschaltet habe.

    Aber durch diese Deine Wortwahl war’s das für Dich.
    Arme Haut. Geh grasen.

  6. Lieber Fressack, nun fang doch nicht gleich zum Greinen an und tu nicht so überrascht, dass sich Veganer auf deinem Ego-Refugium hier zu Wort melden. Wer da gleich die Demokratie bemüht, um sich sich selbst die Unterdrückungsreflexe wegzuhypnotisieren, trägt eben auch nicht unbedingt dazu bei die Debatte auf Erwachsenenniveau zu halten.

    Du trollst Veganer, wir trollen zurück, wir alle haben jede Menge Spaß, oder so.

    Aber mal kurz was zum inhaltlichen. Offensichtlich wurmt es dich, dass Veganer das ethisch Minderbemittelte unserer Gegenwart kritisieren, aber doch nur deshalb weil du selbst in der Schußlinie stehst. Psychologisch ein ganz normaler Vorgang. Wenn ich einem Kerl im Bus neben mir mitteile, „du stinkst“, dann ist der darüber natürlich nicht begeistert auch wenn es den Tatsachen entspricht. Natürlich hätte ich auf die Gefühle des Stinkers eingehen können und leise sagen können, „entschuldigen sie bitte, aber ihr Körpergeruch ist äußerst unangenehm und eine konkrete Belastung für alle die sich in ihrer Nähe aufhalten müssen“.

    Dann wäre er immer noch nicht begeistert gewesen aber immerhin gebietet es der sittliche Anstand, Zumutungen zu kritisieren.

    Bei der Formulierung von Kritik gegen Tiervernichter ist die Formulierung der Kritik egal, man muss noch nicht mal konkrete Kritk äußern, bereits die Aussage, „ich lebe vegan“ versteht der Tiervernichter als Angriff. Das liegt daran, dass Veganer alleine wegen ihrer ethischen Entscheidung, alle vermeidbaren Tierbenutzungen zu vermeiden, ein gesellschaftliches Tabu brechen, eine Art Stillhalteübereinkunft bei der das Normvolk so tut, als sei es vollkommen normal jedes Jahr mehr Tiere zu vernichten als in der gesamten evolutionären Existenz des Homo Sapiens an allen Todesursachen umgekommen sind. Fakt ist, der Nichtveganismus produziert im wahrsten Sinne des Wortes am Fließband vermeidbare Opfer, und die Kritik darüber wird nicht leiser werden sondern lauter.

    Deine Reaktion hier ist demnach vergleichbar mit einem Busstinker der sich lauthals über Buswerbung mit Duschgel beschwert und sich dann allerlei Namen ausdenkt wie „Putzteufel“. Das ist zwar dein gutes Recht, ein Hoch auf die Meinungspluralität, aber rhetorisch ist das das Werfen von Sand und Förmchen. Du unterstreichst damit nur deine Argumentationslosigkeit, hast inhaltlich nichts zu bieten und greifst deshalb wie alle rhetorischen Versager zur Herabwürdigung des Gegners.

    Gelten deine vegan-Synonyme eigentlich nur für Veganer oder auch für Juden? Auch Juden praktizieren kulturelle Ernährungsformen, die jüdischen Speisegesetze oder auch Kaschrut genannt. Da wird sehr viel Aufwand betrieben um sicher zu stellen dass Speisen koscher sind. Hat zwar mit veganer Ethik nichts zu tun, aber genau wie für Veganer vegane Ernährung ein Bestandteil unserer Kultur ist, so sind die jüdischen Speisegesetze Bestandteil jüdischer Kultur.

    Gut, Juden kritisieren nicht die Nahrungsgewohnheiten der Goi (Nichtjuden), jedenfalls nicht öffentlich, aber dem Judentum geht es ja auch nicht um Tierrechte.

    Veganern aber geht es um Tierrechte, die Kritk an der Schändung der ethischen Rechte von Tieren ist also ein Kernbereich unserer globalen, ethischen Kultur.

    Übrigens, auch wenn du dein Vorgehen selbst für originell halten tust, Veganerdiskreditierung ist ein alter Bart, ich hab da sogar ein Tag für in meinem Blog.

    Und selbst das Thema hier habe ich bereits in einem Artikel aufbereitet. Hier gleich um die Ecke:

    http://veganesauge.wordpress.com/2009/11/21/veganismus-als-verzichtsideologie-und-vegane-ernahrung-als-strenge-diat/

    Wie es der Zufall will ist genau dies zur Zeit das populärste Thema meines jungen Blogs, welches die meisten Klicks anzieht.

    Das ganze Blog ist Leuten wie dir gewidment, schau doch mal rein:-)

    • Liebe(r?) Ava,

      zunächst Dank für den höflichen und sachlichen Stil Deines Kommentars. So etwas dulde und sehe ich gern auf meinen Seiten.
      Da meine Zeit heute knapp ist, kann ich nicht wie ich gern wollte eine grössere Grundsatzdiskussion anfangen. Nur zu einem Punkt möchte ich gerne Stellung nehmen. der ist auch zugleich der wichtigste: Selbstverständlich kritisiere ich auch Angehörige anderer Religionen für ihre schwachsinnigen und durch moderne technische Möglichkeiten völlig überholten Ernährungsregeln. Das habe ich bereits mehrfach in meinen älteren Posts getan (betreffend Muslime, Juden etc.).
      Der entscheidende, von Dir auch genannte Unterschied ist, dass diese Leute eben nicht missionieren. Wie Du selbst schreibst, reicht die Aussage „ich lebe vegan“ bereits, um die Moralkeule zu schwingen.
      Ich mache mich ja nicht lustig über eine Überzeugung, die konsequent gelebt wird – jeder ist seines Glückes Schmied -, sondern über den Drecksfrass, den manche Mitglieder Eurer Glaubensgemeinschaft zu sich nehmen.
      Ich esse auch vegan, z.B. in Olivenöl gebratenen Paprika. Das ist eine herrliche Beilage zum saftigen Stück Fleisch.

      • Wenn du kulturelle Aspekte verunglimpfst, und nicht alle Juden sind religiös, trotzdem halten die sich manchmal an die Speisegesetze, dann bist du ein Rassist. Zwischen Kritik und Verunglimpfung und Herabwürdigung ist ein großer Unterschied, und kulturelle Aspekte von Menschen (selbst wenn sie Teil einer Religion sind) schwachsinnig zu nennen ist ein rassistischer Tatbestand. Ich finde gut, dass wir hier schon mal die Basis geklärt haben dass du Rassist oder zumindest Ethnozentrist bist, das rückt die Qualität deiner Aussagen ins rechte Licht.

        Desweiteren ist der Veganismus *keine* Religion, schließlich wird niemand angebetet. Auch hier also wieder eine Herabwürdigung, schließlich willst du über andere bestimmen und definieren was sie sind und ignorierst dabei die Fakten.

        Die vermeidbare Ausbeutung und Tötung von Tierpersonen ist auch keine Glaubensfrage, schließlich sind all die Toten echt.

        Und was schlechte vegane Kost betrifft, ist das auch ein lächerliches Argument, schließlich tunnelst du nicht nur explizit auf Beispiele die dir genehm sind, sondern für jedes schlechte vegane Gericht läßt sich genauso gut ein schlechtes unveganes Gericht finden.

        Also was lernen wir:

        1.) Rassistische Beleidigung, auch wenn sie als Religionskritik verharmlost wird, ist strafbar. Da brauchen wir uns nicht mehr weiter drüber zu unterhalten.

        2.) Veganismus ist keine Religion. Das ist ein Fakt und über Fakten zu streiten ist müßig, nur dumme Menschen verleugnen Fakten.

        3). Vegane Kritik an der unveganen Gesellschaft ist legitim, auch wenn die Täter es nicht hören wollen.

      • Jetzt wird es lästig:

        1. Gemessen an Deinen Kriterien bin ich gerne Rassist. Schwachsinnige Regelungen wie die Vermeidung von Blut im Fleisch, Freitags kein Fisch, Mittwochs kein Huhn, 8 Uhr morgens kein Schnaps mit kulturellen Gegebenheiten zu erklären und deshalb unter Schutz stellen zu wollen, finde ich doof.

        2. Veganismus ist eine Religion. Basiert auf einem – gewählten – ethischen System. Meines sieht anders aus, mein Gott ist Bacchus. Das ist auch ein Fakt.

        3. Unvegane Kritik an veganen Grüppchen (es gibt ja glücklicherweise keine vegane Gesellschaft) ist legitim, auch wenn die Verweigerer es nicht hören wollen.

  7. Ok, wir sind also bei der hilflosen Ringargumentation angekommen (die durch Wiederholung nicht besser wird, da will ich dann nicht länger bei stören:-)


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