Poletto schwätzt.

01Mrz09

Gerade eben aufgeschnappt in Polettos Kochschule.

Am Anfang des Satzes war ich noch guter Dinge und dachte, endlich eine, die es richtig weiss:

„das scharfe Anbraten (von Kaninchenfiletstücken) schliesst nicht die Poren, wie viele sagen, sondern das gibt Röststoffe…“

aber dann –  ich lasse alle Hoffnung fahren – :

„…und der Saft bleibt im Fleisch.“

Zu früh gefreut, sie ist auch so eine.



8 Responses to “Poletto schwätzt.”

  1. 1 mipi

    Hmh … vielleicht verschließen die Röststoffe ja die Poren. Oder der Saft bleibt vor Schreck im Fleisch, weil er Angst hat vor den bösen Röststoffen, die draußen auf ihn lauern.

  2. 2 artifischl

    Fressack, vielleicht solltest Du Deinen Blog umbenennen, in „The Porenmonster Diaries“ oder so🙂

  3. 3 katha

    ich bin ja hier noch nicht von anfang mitleserin, das porenmonster ist amüsant, aber: was ist denn fresssacks erklärung für die vorgänge beim anbraten von fleisch? gibt’s da eine lehrmeinung, die alle hier anwesenden oder vorbeikommenden teilen?

  4. 4 fressack

    Die These, dass das Anbraten von Fleisch dessen „Poren“ verschliesst und somit den Fleischsaft im Inneren hält, wurde schon vor längerer Zeit (10 Jahre?) an verschiedenen Stellen widerlegt.
    Den Versuch kann man auch leicht selbst machen:
    2 Rumpsteaks gleichzeitig in zwei Pfannen anbraten, eines davon „scharf“ und das andere bei kleiner Hitze. Normal.d.h. gewünscht garen. Nun beide herausnehmen, auf Teller geben und 10 Minuten stehen lassen (schade drum).
    Erstaunlicherweise wird sich nun auf beiden Tellern die gleiche Menge ausgelaufener Fleischsaft sammeln.
    Deswegen ist die Porenschliesserfraktion mittlerweile auch auf andere Lebensmittel (Pasta, Gemüse, Fisch etc.) ausgewichen.
    Die Deppen.

  5. 5 katha

    ja eh, schon klar, aber was passiert dann? maillard? was sonst noch? und: hast du irgendwo was zitierfähiges (vielleicht pollmer😉 zu dem thema?

  6. In der Kruste entstehen die Geschmacksstoffe, die Membranen der Oberfläche werden herstört. Die Bestandteile verschiedener Zellschichten können sich vermischen und untereinander ragieren, so dass sich deren Fette, Aminosäuren und Zucker zu großen Molekülen vereinen, die neue Farben, Aromen und Geschmackstoffe entwickeln.

    Hervè This-Benchhard

  7. 7 fressack

    Dem ist nichts hinzuzufügen.

  8. 8 Alex

    Gegen Poletto darf man nix sagen, die Dame ist einfach nur wunderbar,
    bin da ein großer Verehrer…

    Was Ulrike zitiert hat stammt aus „Rätsel der Kochkunst – Naturwissenschaftlich erklärt“.
    Spannende Lektüre für alle die wissen, WIE es geht, aber nicht kapieren WARUM es geht.

    Aber das ganze Wissen ist für den Müll wenn man nicht das Feeling hat.

    Als bekannter Computerdepp habe ich einen Freund, der sich mit viel Intellekt mittlerweile ein Bungalow zusammenprogrammiert hat, mal gefragt, wie er das hingekriegt hat. Seine Antwort damals : „Du machst es einfach“.

    Besagter Computercrack ist allerdings zu deppert ein Stück Fleisch zuzubereiten, obwohl er das Kapitel mit der Maillard Reaktion auswendig gelernt hat. Auf seine Frage, wie ich das Roastbeef wieder so fabelhaft hinbekommen hätte sagte ich ihm lapidar „Du MACHST es einfach…“

    Das mit den „Poren“ ist mir sowas von dermassen scheissegal, solange niemand von mir
    verlangt das Steak DURCHzubraten! Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes mal erzählt werden.

    Alex


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