Die Tagtrinkerin.

30Okt07

Wie das Leben manchmal so schön spielt:

Eine liebe, gute, alte (nicht in Jahren) Freundin nach langer Zeit wiedergetroffen und sich das Leben erzählt. Die Aufs und Abs, die Rückschläge, Erfolge, Ehen, Nachwuchs, Wendepunkte.

Wir verabredeten uns beim Spanier (ja, der vom letzten Frühstück) und Madame war zurückhaltend mit dem Weingenuss. Auf Vorhalten – ich entschuldige mich für die juristische Terminologie – erklärt sie, sie sei Tagtrinkerin.

Staunend vernehme ich die – nur zu schlüssige – Erklärung:

Sie trinke gerne etwas zum Essen, auch zum Mittagessen (Sebastian, aufgemerkt!) und sehe nicht ein, sich deshalb den Genuss von alkoholischen Getränken zu versagen, nur weil die Sonne scheine und Otto Normalverbraucher und Lieschen Müller ja noch arbeiten müssten. Ausserdem habe es enorme Vorteile für den Nachtschlaf (der werde besser) und das morgendliche Erwachen (das sei leichter), wenn man dann am Abend bereits „genug“ habe und nicht bis in die Nacht hinein auffülle.

Rein theoretisch kann ich das ja unterschreiben, aber was macht man, wenn man Dauertrinker ist?

Mit offizieller Erlaubnis noch der fotografische Beweis, fixiert vor drei Wochen mittags in Dublin.

Ich glaube, Sebastian und ich müssen uns mal ernsthaft unterhalten. Vielleicht in der neuen Gruft.



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