Studer, Schuhbeck schwätzen – Kerner, 4.

25Aug07

Da war es wieder, das Porenmonster. Diesmal entdeckt und beschrieben von Herrn Studer „bei der Hitze, da gehen sofort die Poren zu, da bleiben die saftig“ und das – man höre und staune – bei Spareribs.

Leider habe ich nur die zweite Hälfte von Kerners Veranstaltung gesehen, aber das reichte schon für „Sensewatchman“. Nächste Woche, nach der Wiederholung gibt es vielleicht noch mehr.

Was ist denn eigentlich mit dem Schuhbeck los? Da ich nicht an die Existenz einer Gewürzlobby glaube, muss der Eifer, der ihn neuerdings befallen hat, ein religiöser sein.

Vormals bodenständig bayerisch aufkochend, mit durchaus respektablen Menüs weiland in seinem Kurhausstüberl, drängt es ihn nun bei jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit nach vorn, um mit durchdringendem Blick der Nation die jeweiligen „absolut gesunden“ und in mannigfaltiger Hinsicht medizinisch wirksamen Inhaltsstoffe aller möglichen Lebensmittel zu erläutern. Merkwürdig auch, dass er von vielen in der Kernerrunde quasi als letzte geschmackliche Instanz zum jeweiligen Gericht befragt wird.

Ich finde, der sollte mal wieder einen ordentlichen Schweinsbraten kochen, und das möglichst zuhause, ohne Kameras und Publikum.



9 Responses to “Studer, Schuhbeck schwätzen – Kerner, 4.”

  1. hehe, ja, das mit schuhbeck fiel mir auch auf, alles ist gesund und hat wunders was fuer tolle effekte. schmecken solls halt, der gesundheitliche effekt stellt sich dann schon von selber ein😉
    vielleicht leigt das daran, das er nachts um 2 noch zur muckibude geht, das kann auf dauer nicht gut sein.

  2. Das mit Schubeck und den Gewürzen ist einfach zu erklären, Louie. Er verkauft diese Gewürze in seinen Shops in München bzw. via Internet. Ist mir auch ein Rätsel warum Schubeck bei jeder Sendung dabei ist. Übrigens, seitdem Schubeck in einem Anlage-Betrug verwickelt ist und einige Restaurant-Kunden um ein paar Millionen Euro erleichtert hat, ist der bei mir sowieso unten durch.

  3. Wobei die Details von Fonsäs Anlageaffären nicht so ganz ohne sind. Wer einem Koch (!) eine größere Summe Geldes gibt, damit dieser den Schlüssel eines Schließfachs kauft, in dem sich (wörtliches Zitat) „entweder das Nazi-Gold oder die Stasi-Millionen“ befinden… Wie blöd kann man sein?

  4. 4 fressack

    Da muss er jetzt eine Menge Gewürze verkümmeln…..
    Au!

  5. Da hast Du natürlich auch wieder Recht, Chris. Trotzdem, Schubeck ist mir irgendwie suspekt……

  6. Nu ja, der Schuhbeck ist so eine Art Küchen-Beckenbauer, der kann anstellen was er will und kommt unbeschadet davon. Es war ja nicht nur die Schließfachgeschichte…

  7. moment mal: es gab dazu ein gerichtsverfahren und schuhbeck ist rehabilitiert!
    und wer einem koch in anlagesachen vertraut, naja, der hat selber schuld und koennte sich meinetwegen auch von mir beraten lassen.
    dem witzigmann hat man seine kokserei auch verziehen.

  8. 8 fressack

    Beim Eckhard waren es ja auch eher Einführungen….
    Au!
    Bin heute auf dem Kalauertrip.
    – Nein, wenn der ein wenig Werbung für seine Gewürze machen wollte, wäre das in Ordnung. Aber das grenzt ja an Missionierung, vor allem immer ungefragt und ausführlich. Mich interessiert zuallererst einmal der Geschmack. Wenn es dann noch guttut, umso besser. Wie z.B. Apfelwein.
    Eine gute Adresse für Gewürze – und das ganz ohne durchdringende Blicke – das alte Gewürzamt von Ingo Holland.

    http://www.dinsesculinarium.de

    Der ist übrigens ein Netter.

  9. (tippfehler im link)
    dinses hat auch andere interessante sachen. wurst vom mangalitza und bunten bentheimer zb.
    ich mag nicht, wenn ueberall vanille dran ist, das verbrennt das aroma auf dauer, so wie ploetzlich ueberall vanille-duft, im auto, im shampoo, am klopapier dranne.
    wenn an einer stelle einen ein ueberraschender duft/geschmack erwartet, dann ist das fein, wenn alles aromen-ueberlastet ist, dann nervt das.
    toparomen kriegen die hier in ihre schinken rein:
    http://www.schinkenmuseum.de
    da freu ich mich schon drauf, in cloppenburg schoen schinken essen.


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