Da Frau Ödema mich zu ihrem Sprachrohr ernannt hat, bzw. zu ihrer Publikationsstrategie gehörig, seis drum.

Hier.

Man sollte der Dame einen Job besorgen. Mehr muss ich dazu nicht sagen.


Nun haben sie es geschafft. Nachdem ich von allen möglichen veganen und veganazistischen Seiten permanent angegriffen und beschimpft worden bin, füge ich mich drein und werde künftig Tierrechte vertreten.

Ich beginne mit der Feststellung, dass Tiere zuallererst ein Recht auf umfassende medizinische Versorgung – genau wie wir menschliche Tierpersonen – haben sollten. Sollten sich alle Bemühungen als vergeblich erweisen, so ist immerhin noch eine würdevolle Entsorgung Verwertung Bestattung Feuerbestattung das Mindeste, was wir einer tierischen Mitperson zugestehen sollten.

Hierzu auch der kleine Beitrag über ein englisches Tierhospital:

Danke, Ava, danke, Achim, danke.


Um andere am eigenen Glück teilhaben zu lassen, bedarf es manchmal nur wenig. Es wäre auch falsch, kulinarisch verbundenen Seelen einen Geheimtip vorzuenthalten, besonders, wenn anzunehmen ist, dass auch ein durch eine Publikation verursachter Zuwachs an Gästen wohl kaum etwas an der Qualität ändern wird. Das ist dann der Fall, wenn der Laden ohnehin immer brechend voll und das Essen nicht mehr zu verbessern ist.

Von einer ganz erstaunlichen Erfahrung aus unserer letztjährigen Erholungsexkursion möchte ich nun hier berichten.

Die geschmacklichen Vorlieben des gemeinen Touristen zeigen meist zwei Extreme. Einerseits der billige Massengusto, der seine Träger zu den Touristentempeln á la Futtern bei Muttern in die Fritierhallen und Salons der bebilderten Speisekarten treibt, andererseits die Gruppe der Besserverdienenden, die sich meist ohne wirkliches Wissen um Qualität und Wertigkeit einer Regionalküche sich in Edeltempeln abzocken lässt. Als unermüdliche Sucher nach dem Guten im Einfachen kam uns beim dritten Besuch im Restaurant Caramull in Jalón (davon später mehr in einem anderen Beitrag) die Idee, die überaus nette und kompetente Wirtin/Köchin einmal zu fragen, wo man denn ungestört von Touristenhorden und ohne grünstichiges Foto des Essens einmal eine originale, gute Pella essen könne. Sie nannte uns sogleich ein in der Nähe gelegenes Restaurant, das wir dann einfach mal so an einem Samstag nachmittag gegen 14 Uhr aufsuchten.

Versteckt in einem verschlafenen Dörfchen im Hinterland gelegen, wäre es fast unserer Aufmerksamkeit entgangen, wenn nicht ein Grundgeräusch aus klapperndem Brummen hätte vernommen werden können. Wir traten an die Bar, an der einige ältere Herren lautstark bei Oliven und alkoholischen Getränken Sportereignisse diskutierten und machten uns über den Lärm des mit ca. 150 Gästen relativ gut besuchten Lokals beim Barmann mit der Frage lächerlich, ob wir zu zweit denn etwas essen könnten.

Ob wir denn reserviert hätten? Nein.

Ja dann gäbe es erst am Montag mittag wieder Platz. Wir reservieren für Montag. Paella.

Montag nachmittag 14 Uhr. Das Lokal ist voll; einzelne erkennbare Deutsche, viele Spanier. Wir bestellen. Auch Wein. Der ist kühl, ein Haus-Rosé vom Fass

und lecker. Und inclusive. Wir werden nach Wünschen für den Vorspeisensalat gefragt. Als Puristen nehmen wir nur

Unnötig, zu betonen, dass diese hochvegetarische Speise auch mich aufs Höchste begeisterte. Vielleicht schwang aber auch schon die Vorfreude mit auf den Verzehr eines meiner Lieblingstierchen, der Garnele. Erfreut sie mich doch allein schon durch den treuherzigen Blick ihrer schwarzen Knopfäuglein, der einen durch das ganze Essen begleitet. Selbst nach abgeschlossenem Mahl scheint sie mir noch zuzuzwinkern, wissend um den Genuss, den sie mir bereitete.

Nun wird sie aufgetragen, die nichttouristische Paella. Und wir staunen.

Wer die Muschel-, Hühnchen-, Calmares-strotzenden, mit einzelnen Gambas gespickten Normpfannen gewohnt ist, wird sich wundern ob des klaren Konzepts. Nur Kaninchenfleisch, Gambas, grosse weisse Bohnen, Spuren von Paprika. Das wars. Man gibt sich gar nicht erst den Anschein, Safran zu verwenden und verzichtet also auch auf die mittlerweile üblich gewordene Speisefarbe. Dafür verwendet man gute Brühe. Oder was auch immer.

Es ist köstlich.

Und endet so

Das war aber noch nicht alles, das Dessert folgt. Obst. Frisch. Reif.

Und das alles kostet

Ja, man schaut zweimal hin und glaubt es kaum: Salat, Paella, Obstteller, Flasche Wein für 10 € pro Person. Da:

Man könnte auch Lamm und Schwertfisch essen, aber ich habe das auf keinem Tisch gesehen.

Spannend war vielmehr der Blick in Küche, wo auf ca. 6 – 8 grossen, hochlodernden Flammen Paellapfannen bis hin zum 80cm-Format brutzelten.

So danken wir denn der Wirtin und Köchin, die dort selbst isst, wir danken der kleinen Garnele.


Ich gebe zu, dass ich zynisch und manchmal ein wenig polemisch-böse bin.  Die Leser hier wissen, dass ich gegen jede Form von religiösen Unsinn, sei er katholischer/islamistischer/zionistischer/vegetarischer Art pöbele. Auch habe ich bisher die radikalste Abteilung dieser Sekten, die Veganer, eher mit mildem Spott überzogen.

Wohl wissend, dass man mit diesen Spinnern, die sich in ihrem geschlossenen Weltbild bewegen  und im Gegensatz zum Vegetarier, der einfach nur kein Fleisch isst, nicht nur missionieren, sondern uns “Leichenfressern” auch ständig die Moralkeule über den Schädel ziehen wollen, nicht diskutieren kann, ja, nicht diskutieren sollte, bieten sie doch gerade in ihrem naiven Zorn wie bei Vegan-Central oder auf den Bambiblogs diverser spätpubertärer Mädels ein breites Feld, um sich herzlich über sie lustig zu machen.

Jetzt schiebe ich aber mal den Spass beiseite und zeige auf, dass ein Teil der glücklicherweise ohnehin schon kleinen Sekte nun wirklich alle Räder ab hat.

Freund Paul, der am bereits erwähnten Porkcamp teilgenommen hat, erzählte mir, dass es im Rahmen dieser Veranstaltung zu erheblichen – durchaus strafrechtlich relevanten – Ausfällen dieser depperten Truppe gekommen ist. Diese will ich hier nicht weiter ausführen, das geschieht an anderer Stelle.

Ich lasse besser das kleine Häuflein (die haben mir tatsächlich die Arbeit abgenommen und Zahlen des Anteils der Bevölkerung präsentiert, der sich vegan “ernährt”, also ca. 0,01%, ähnlich hoch wie der statistisch anzunehmende Anteil der Psychopathen, Zufall oder nicht) sich selbst präsentieren und ohne grosse Kommentare deren Traktate und interne Auseinandersetzungen für sich selbst sprechen.

Hier bei unserer beliebten vegan-intellektuellen Hobbypsychologin Ödema (ich finde deren Spitznamen bei den Kumpels von antivegan einfach klasse!) geht es so richtig ab. Der neue Herrenmensch präsentiert sich und seine Gefolgschaft. Besser können die sich wahrlich nicht selbst demontieren. Man beachte z.B. nur die Beiträge von clemens sebastian, hier zeigt sich dass der vegane Lebens”stil” zu durchaus schweren intellektuellen Ausfällen führen kann.

Allerdings hat der Auftritt in seinem Stil für mich ein G’schmäckle.

Das passende Wort hierzu ist mir auch schon eingefallen: Veganazis.

Pfui.


Gerade sind wir von diesem wunderschönen Event heimgekehrt.

Ein - gemessen an den winterlichen Verhältnissen – respektables Völkchen von ca. 50 hatte sich eingefunden, um einige der in Herrn Pauls neuem Buch gesammelten Geschichten einmal beseelt von des Dichters Stimme vorgetragen zu lauschen.

Wir durften erfahren, wie es denn um die deutsche Grillkultur bestellt ist (Der Tanz der Schlachter) – nämlich schlecht – und erfahren von den seelischen und körperlichen Nöten, die einen Jungkoch plagen, wenn Gastrokritiker wie dieser (Ich bekochte Wolfram Siebeck) im Lehrbetrieb zum abendlichen Menü aufschlagen.

Auch wenn man gerne noch mehr dieser amüsanten und zum Teil schrulligen Tatsachenberichte gehört hätte, war doch die angeregte Diskussion, die sich nach dem launigen Vortrag entspann, ein weiteres Vergnügen. Ungestört von Pöblern aus der veganen Ecke konzentrierte sich das Gespräch auf technische Aspekte der Rezeptfindung, -entwicklung, -umsetzung, der anschliessenden Präsentation in diversen Magazinen und letztendlich auf die Auswirkungen auf das Publikum.

Ja, Herr Paul stylt gestaltet Essen und fotografiert es auch noch.

Der Leser hat nun – im Gegensatz zur Sublimierung durch das Anschauen von Kochsendungen im Fernsehen beim gleichzeitigen Zubereiten/Verzehren von Tiefkühlpizza - die Möglichkeit, sich das gezeigte und beschriebene Essen tatsächlich selbst zuzubereiten.

Wichtig hierbei sind die – überzeugend von Herrn Paul aufgezeigten - Faktoren

1. Welchen Wert messe ich dem Essen bei,

2. Was will ich dafür ausgeben und

3. Wieviel Zeit will ich dafür verwenden.

Irgendwie verständlich, dass kein grosser Widerspruch aus dem Publikum kam, auch wenn die individuellen Vorstellungen von Zeit, die in der Küche verbracht wird, doch auseinandergingen. Eine jungen Dame war sogar der Ansicht, sie habe sich kurz vor der Veranstaltung in kürzester Zeit doch tatsächlich ein leckeres Nudelgericht mit Tofu zubereiten können.

Wir alle hier wissen, Tofu/lecker, das ist ein Widerspruch in sich.

Sei’s drum, die 1020 Kekse der Künstlerin wurden nicht ganz aufgegessen, obwohl der Schreiber sein bestes tat.

Paul ist für Kurzentschlossene noch am Sonntag in Darmstadt zu hören und zu sehen.

Hingehen.

Traurig war es übrigens, zu erfahren, dass nach der Veranstaltung Porkcamp eine Flut der Empörung von Seiten der Veganazis aufbrandete. Hierzu wird noch gesondert zu berichten sein.


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Für ein in der Folie erwärmtes Gericht aus Kartoffelwürfeln, Krabbenfleisch, Mayonnaise und Gurkenwürfeln “das Fruchtfleisch einfach aussparen”.

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Dafür ist aber die Fisherman’s Wharf in San Francisco – Pier 39 – bekannt für Sauerteigbrot.

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Zum Glück bereitet uns der Küchenchef eines dort gelegenen Restaurants eine Tapenade, und zwar “mit einer amerikanischen Küchenmaschine, die das einfach nur zerkleinert.”

“Tapenaden haben so’n leicht olivigen Geschmack, und dann sieht auch alles schön, da muss richtig viel Olivenöl auch dran.”

“San Francisco kann man auch prima zu Fuss erkunden, zum Beispiel mit diesen Cable Cars, für die S.F. bekannt ist.”

Weiter gehts nach Chinatown, mit einer befreundeten Köchin in ein Dim-Sum-Restaurant. Dim Sum? – “sind praktisch nur Tapas”.

Zum Abschluss der Reise in den Südwesten der USA, immerhin heisst der Vierteiler “Hensslers Küche in Kalifornien”, geht es in eine deutsche Suppenküche, wo die Zubereitung der feinsten Kartoffelsuppe erfolgt, die ich bis jetzt gesehen habe.

Dafür verwendet man am besten “weichkochende. Man kann auch festkochende nehmen, aber dann wird das so’n bisschen zähig, weichkochende, dann wird das so schön samtig. Und Sesam dazu, weil, Sesam und Kartoffeln…das geht gut zusammen, beides ist so leicht samtig.

Bei den Kartoffeln die dunklen Stellen wegschneiden, weil erstens schmeckt das nicht und zweitens wird die Suppe zu dunkel nach hinten raus.”

Nun werden Kartoffeln und  Zwiebeln in Öl angebraten, dazu kommt ein Brühwürfel und Wasser. Garkochen. Ein Liter Sahne dazu und “heiss werden lassen”. Jetzt geben wir erst den Sesam dazu “damit das Aroma nicht verfliegt”, addieren Sesamöl und pürieren alles. Fein wird die Suppe, weil jetzt sofort alles durch ein Haarsieb passiert und das ganze dann mit angebratenen Shrimps und Champignons angerichtet wird.

Herrlich.

Und schade, dass das schon alles war.


Geht doch.

23Jan10

Mein Essen isst mein Essen…


Sensewatchman hat ihn mal wieder erwischt.

Das heute gezeigte Boeuf Bourgignon ist deswegen die “version de luxe”, weil das verwendete Charolais-Rinderfilet “ganz besonders mager (ist) und fast gar keine Marmorierung (hat). Dann ist es ganz besonders zart”.

Ich muss wohl etwas verpasst haben in der letzten Zeit.

Aktueller Nachtrag: Das ist eine Zeitreise. Jetzt brennt er noch in einer separaten Pfanne einen Kognak ab. Und giesst ihn in die Sauce. Ts, ts, die 70er…


Damit meine ständig wachsende vegane Leserschaft nicht zu kurz kommt, folgt exclusiv eine kleine Bildergalerie aus unserer letzten Entspannungsexkursion in südliche Gefilde.

Die gezeigten Tierpersonen sind garantiert nicht durch die Hand skrupelloser Tiermörder, Jäger oder Metzgersöhne gemeuchelt, sondern garantiert eines natürlichen Todes gestorben in die nächste Existenzebene gewechselt.

Ich bin gespannt, ob und wann Frau Ödema eine tiefenpsychologische Bewertung meiner Bilderstrecke vornehmen wird.

Ein kleines Rätsel habe ich auch noch versteckt. Wer die Anomalie findet und erklärt, wird lobende Erwähnung finden.

Nachtrag: Bei genauerem Hinsehen könnte der linke in der dritten Reihe auch überfahren worden sein, also nicht-vegan. Sorry.


Das wird heiter:

Sonntag, VOX

und dann am Montag.

Trau keinem dünnen Koch….