Jetzt treibt es einen aber wieder an die Tastatur.

Neulich beim zufälligen Herumzappen habe ich schon aufgeschnappt, wie der neue allgegenwärtige Fernsehhilfssternekochfeuerwehrmann Frank Rosin den branchenfremden Betreibern eines vom Schulimbiss zum “Luxuscaterer” mutierten Betriebes den Einsatz von Rotwein beim Saucenansatz mit der Begründung “das gibt so eine schöne Säure” nahelegte.

Jetzt schon wieder:

Ein in Not geratener Italiener auf Malle (wenn man es in der Fremde als Italiener nicht schafft, als was dann?) bekommt vom Deutschen gezeigt, wie man eine wohlschmeckende Tomatensauce bereitet:

“den Basilikum geben wir jetzt schon hinein, damit die Basilikumsäure gleich in die Tomatensauce reingeht..”

Weiter gehts:

Beim Anbraten der Zwiebeln geben wir ein bisschen Zucker zu, weil “dann bekommen die Zwiebeln so eine geile Zwiebelsäure, wenn man das langsam macht.”

Die Säure als neue Sau, die durch das kulinarische Dorf getrieben wird.

Foodwatchman ist aufgewacht. Herrn Rosin behalten wir im Auge.

Ein würdiger Nachfolger von Steffen Henssler.

 


Wer sagt denn, dass Veganer es nicht krachen lassen können.

Dieses Musterbeispiel veganer Lebensart spricht für sich.


Endlich.

23Dez12

Lange mussten wir warten, nun ist es da. das “Koch”buch meines veganen Lieblingskochs “Ente”.

Ich habe bereits mehrfach seine “Rezepte”, seine sorgfältige Auswahl der Produkte (Container, Tüte etc.), seine Phantasie und vor allem die herausragende Qualität seiner Foodfotos lobgepriesen.

Also hier ist die echte Alternative zu hochpreisigen Hochglanzkochbibeln.

Ich habe mich schon immer über Bilder von Erbrochenem amüsiert.


Schuhbeck.

20Jan12

So viel Zeit muss sein:

Pfui.


Wegen massiver Nörgelei an gewissen Stellen – so wie auch hier – sehe ich mich veranlasst, nun doch einmal ein Lebenszeichen von mir zu geben. Gleichzeitig möchte ich aufs Schärfste der Vermutung/Unterstellung entgegentreten, ich zählte lieber Geld statt Beiträge in meinem Blog zu verfassen.

Es ist aber tatsächlich so, dass mein lange gehegter Herzenswunsch – nicht zuletzt durch die unbeschreibbare Unterstützung der Liebsten – in Erfüllung gegangen ist: die gute, alte, traditionelle Äppelwoiwirtschaft MAINLUST  -  Desche-Otto wieder führen zu können. Eingeweihte wissen um die Auseinandersetzungen mit dem ehemaligen Freund und seiner neuen Finanziére, für Aussenstehende wäre eine Erklärunng zu umständlich und vielleicht langweilig. Meine Situation kann man durchaus mit der alten (chinesischen? Indianischen?) Weisheit beschreiben:

“Man setzt sich an den Fluss und wartet, bis die Leichen der Feinde vorüberschwimmen.”

Sei’s drum, der Hanswurst hat recht, es ist viel zu tun. Ein Lokal wieder zum Lichte zu führen, das bereits durch zwei eher dilettantisch agierende Vorgänger niedergefahren wurde, ist eine echte Herausforderung. Gleichzeitig auch eine Art Hobby von mir, weist doch meine diesbezügliche Bilanz bisher ein 4:2-Verhältnis von “Gelungen:Nichtgelungen” auf.

Aber es ist Arbeit. Keine sehr harte, körperliche Arbeit – sieht man von der Tatsache ab, dass man ca. zwei Monate täglich von 16 bis 24 Uhr in seinem Laden umherdappt, dazu noch Einkaufen fährt und von der Liebsten dann doch zu einem gelegentlichen Spaziergang gezwungen wird. Arbeit, die Spass macht.

Die alten Stammgäste von vor vier Jahren der Reihe nach wieder begrüssen zu können, die bis auf wenige einzelne Ausnahmen alle wieder bei uns sitzen, lässt das Gefühl aufkommen, irgendwie etwas richtig zu machen.

Wir haben einen alten Freund mit Sterneküchenvergangenheit gewinnen können, bei uns ein wenig aufzukochen, reduzieren unsere Standardkarte und bieten täglich ein bis zwei Schmankerln an. Funktioniert offenbar, es bleibt also wenig Zeit zum Bloggen.

Es reicht noch nicht einmal, um all meine Lieblingsblogs täglich zu verfolgen, geschweige denn, in gewohnter Weise rundumzuschlagen. An dieser Stelle ergeht ein Aufruf an meine veganen Feinde: Schreibt! 

Die selbsternannte Königin der veganen Spinnergemeinde – Ava Odoemena - hat wohl entweder all ihr Gift verspritzt oder ist an ihren selbstgezüchteten Pilzen eingegangen. Auch Chefkoch Ente - der mit den Bildern von Erbrochenem – wiederholt sich. Es fehlen Impulse, also bitte, schreibt! Dann werde ich mich vielleicht wieder zu Kommentaren genötigt sehen.

Allen anderen treuen Lesern und untreuen Besuchsankündigern (z.B. aus Rheinhessen) sei ein Besuch in unserer “neuen Gruft” empfohlen.

Man sagt, es lohne sich, nicht zuletzt wegen der Kultur.


Hier ein paar Eindrücke von der Eröffnungsfeier, 1.Teil, letzten Samstag mit reimtext:

Am Samstag, 25.September geht es weiter mit der Feier.

Gäste willkommen.


Für alle Ungeduldigen und Hoffenden die gute Nachricht:

Die neue Gruft hat eine Website.

Und feiert überhaupt ganz offiziell die Eröffnung am 4.September mit diesen Kerlen hier – bei selbstverständlich feiem Eintritt – und dann nochmal am 25.September mit dieser Truppe – freier Eintritt ist klar.

Kommt massenhaft und habt Spass.

Mausflaus bekommt was veganes, versprochen.




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